Schützenverein Balksen-Katrop-Thöningsen von 1870 e.V.
Schützenverein Balksen-Katrop-Thöningsen von 1870 e.V.

Von der Wagenremise zur schmucken Festhalle

Unser Verein wurde 1868 gegründet, nachdem die Schützen aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Balksen, Katrop und Thöningsen bis zum Jahre 1866 dem Vereinigten Weslarner Schützenverein angehört hatten.

 

Unser 1. Schützenfest fand am 28. und 29. Juni 1868 auf dem jetzigen Festplatz statt. Dieses Datum wurde uns in Ermanglung eigener Unterlagen erst zu unserer 100jährigen Jubiläumsfeier 1970 bekannt. Dennoch entschieden wir, für die weiteren Jubiläen das 1870 als Gründungsjahr festzulegen. So wurde es auch 1970 in das Vereinsregister eingetragen.

 

Aus unseren ältesten Vereinsdokumenten den sogenannten „Statuten“, ist zu entnehmen, dass die Schützenfeste ursprünglich zur Erinnerung an die Schlacht bei Königgrätz, die im Jahre 1866 zwischen Preußen und Österreich-Sachsen geschlagen wurde, gefeiert werden soll. Noch vor dem ersten Weltkrieg errichtete man auf dem Festplatz eine Ausschankbude und eine Schießbude aus Holz. Ferner besaß unser Verein sowohl ein Trinkzelt als auch ein Tanzzelt.

 

Dank der erfreulichen Initiative des damaligen Kommandeurs Friedrich Wulff aus Katrop errichtete man 1929 eine Wagenremise. Diese Wagenremise diente uns während des Schützenfestes als Festhalle. In der übrigen Zeit wurden mit Zeltplanen und Gerüsten beladene Ackerwagen und anderes Gerät darunter abgestellt. 1952 erhielt unsere Schützenhalle den ersten befestigten Boden.

 

Die umfangreichsten Erweiterungsbauten erfolgten unter der Leitung des ehemaligen Kommandeurs Wilhelm Schulte-Derne. 1963 wurde die Halle durch Anbauten an der Nord- und Südseite um 200qm vergrößert. Im Zuge der Baumaßnahmen von 1968 errichteten unsere Schützenkameraden massive Toilettenanlagen und mauerten die Außenwände der gesamten Halle aus. 1971 wurden die Bauarbeiten mit der Errichtung eines Erweiterungsbaues an der Westseite der Halle fortgesetzt. In diesem Westanbau brachte man die Theke und eine kleine Küche mit Speiseraum unter.

 

1980/81 erstellten wir an der Ostseite der Schützenhalle einen weiteren Anbau, in dem u.a. ein Gesellschaftsraum, eine größere Küche sowie erweiterte und modernisierte Toilettenanlagen errichtet wurden. Im Jahr 1987 erfolgt die Installation einer Flüssiggasheizung.

 

Seit 1987 können sich unsere Schützenkameraden dem Schießsport auf einem eigenen Luftgewehrschießstand widmen. Der kleine Aufenthaltsraum neben dem Schießstand, die „Wiesenklause“, entwickelte sich zu einem gemütlichen Treffpunkt, wo neben dem Schießtraining bei angenehmen Gesprächen der innere Zusammenhalt unseres vereins gefördert wird.

 

Während des ersten Golfkrieges im Winter 1990/91 verlegten wir in der Schützenhalle einen neuen, dauerhaften Fußboden und richteten eine behindertengerechte Toilette ein.

 

Im Sommer 1993 mussten wir die gesamte Abdichtung des Schützenhallendaches einschließlich Beplanung erneuern.

 

Nach der 100-Jahr-Feier 1970 bildete unser Schützenfest 1995 anlässlich unseres 125jährigen Bestehens einen weiteren Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. An beiden Festtagen hatten wir jeweils fünf Schützenvereine aus unserer ländlichen Nachbarschaft und aus der Stadt Soest zu Besuch. Auch der Landrat und der Bürgermeister ließen es sich nicht nehmen, die verdienste unseres Schützenvereines um Heimatpflege und Brauchtum zu würdigen.

 

In den folgenden Jahren wurden die alten Holztore an der Ostseite der Halle gegen leichte Wandkonstruktionen mit Fenstern und Türen ausgetauscht und die Sektbar erhielt eine Vertäflung. Danach haben wir die Fläche vor der neuen Ostwand mit einem soliden Belag aus Verbundsteinpflaster befestigt.

 

Das Tor an der Südseite des Thekenraums wurde gegen ein Sektionaltor ausgewechselt. In diesem bereicht mussten die Kameraden das Dach anheben, um eine größere Durchfahrtshöhe zu erhalten.

 

Die Essensdurchreiche von der Küche zum Gesellschaftsraum wurde entsprechend der neuen Ansprüche sinnvoll verkleinert. An die freien Wände im Gesellschaftsraum befestigten wir zwei neue Fahnenschränke und eine neue Ordensvitrine.

 

2003 schafften wir und eine moderne Vogelstange mit neuem Kugelfang an, weil die Instandsetzung der alten Anlage nicht mehr lohnte. In den Jahren 2006/07 war es notwendig, unsere Herrentoilette komplett zu renovieren. Zugleich mussten wir die Schmutzwasserentwässerung der Halle an die Druckleitung des Abwasserwerks der Stadt Soest anschließen und die Dreikammergrube stilllegen.

 

Alle Baumaßnahmen wurden im Wesentlichen aus Umlagen der Vereinsmitglieder finanziert und vorwiegend von beherzten Schützenkameraden in Eigenarbeit ausgeführt. Dafür bekunden wir aufrichtig unsere Dankbarkeit! Hier ist unser Kamerad Rolf-Dieter Henke zu nennen, der von 1979 bis 2008 bei allen Projekten mit zugepackt und als Bauleiter die Arbeiten fachkundig vorbereitet und koordiniert hat.